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Der Wald, der seit 1111 den Dörfern gehört

Die Magnifica Comunita di Fiemme verwaltet seit den Gebhardinischen Verträgen von 1111 rund 20.000 Hektar Wald und Weide für die Menschen, die dort leben, und sie ist eine arbeitende Einrichtung mit einer Bilanz und kein Stück Heimatkunde.

Eine Einrichtung, älter als die meisten Staaten

Eine Vereinbarung, 1111 mit Bischof Gebhard von Trient geschlossen, ist das Gründungsdokument. Die Menschen des Fleimstals behielten kollektive Rechte an den Wäldern und den Hochweiden, und diese Rechte wurden nie in Privateigentum verwandelt und nie von einem Staat eingezogen.

Neunhundert Jahre später läuft die Regelung weiter. Die Comunita verwaltet rund 20.000 Hektar für die Einwohner von elf Gemeinden, die neun des Fleimstals sowie Moena und Truden, von einem Renaissancepalast in Cavalese aus.

Ihre Organe tragen die Namen, die sie im Mittelalter trugen: Consiglio dei Regolani, Comun Generale und der Scario, der ihm vorsitzt. Das ist kein Kostüm. Diese Gremien entscheiden über Holzverkäufe und Weidekontingente im selben Jahr wie jeder andere Gemeinderat auch.

Das Eigentum ist die ganze Geschichte

Das Eigentum läuft hier über den Wohnsitz und nicht über den Kauf: die Berechtigung gehört den Menschen, die in den elf Mitgliedsdörfern leben, und von außen kann sich niemand einkaufen.

Ein auswärtiger Käufer kann keinen Anteil erwerben, und wer wegzieht, nimmt keinen mit. Aus dieser Struktur folgte ein Planungshorizont, der in Baumgenerationen statt in Quartalen gemessen wird, und deshalb überstanden die Fiemmer Wälder drei Jahrhunderte alpiner Entwaldung, die die Täler links und rechts kahl schlugen.

Die Republik Venedig kaufte hier ihr Schiffsholz. Die Instrumentenwerkstätten kaufen es bis heute.

Paneveggio, und das Holz, das klingt

Ein Wald innerhalb des Besitzes, Paneveggio, liefert die Klangfichte, also das Holz für die Decken von Geigen. Bäume werden einzeln ausgewählt, nach der Gleichmäßigkeit der Jahresringe, und weit häufiger abgelehnt als genommen.

Dieser Handel ist der Grund, warum ein Tal mit ein paar tausend Einwohnern in Cremona, in Mirecourt und in Markneukirchen bekannt ist. Er erklärt auch die Art der Bewirtschaftung: ein Klangholzbaum ist ein Vielfaches eines Bauholzbaums wert, und er braucht zwei Jahrhunderte.

Zur Quelle gehört Klartext. Die Zahl von 20.000 Hektar und die Liste der Mitgliedsgemeinden stammen aus einem regionalen Verzeichnis, und die eigene Seite der Einrichtung wurde beim Schreiben dieser Seite nicht geöffnet, nimm die Hektar also als Größenordnung und nicht als Katasterzahl.

Ringsum das größte Schutzgebiet der Provinz

Der Naturpark Adamello Brenta entstand 1967 und umfasst 62.051 Hektar, und damit ist er das größte Schutzgebiet des Trentino. In ihm liegen mehr als achtzig Seen, einundzwanzig Täler, der Adamello-Gletscher und die Brentagruppe.

Rund 49.000 Menschen leben im Gebiet des Parks, und er ist als UNESCO Global Geopark anerkannt. Diese beiden Tatsachen gehören zusammen: das hier ist eine bewohnte Schutzlandschaft, mit Straßen, Sennereien und Liften, und keine eingezäunte Wildnis.

Gründungsjahr und Fläche des Parks stammen aus einem enzyklopädischen Werk und nicht vom Park selbst, der den Eintrag zu Rang, Tälern, Einwohnern und Geopark-Status bestätigt. Der Unterschied gehört festgehalten.

Vier der neun Dolomitensysteme

Die Dolomiten kamen 2009 als neun getrennte Bergsysteme auf die Welterbeliste, und vier davon liegen im Trentino: die Marmolata, die Pale di San Martino mit den Vette Feltrine, Rosengarten und Latemar sowie die Brentagruppe.

Die Brenta ist die Sonderbare. Sie steht westlich des Etschtals, abgetrennt vom Rest der Kette, und deshalb liegt sie im Park Adamello Brenta, während jedes andere Dolomitensystem östlich des Flusses steht.

Warum das auf einer Reise zählt

Drei Einrichtungen überlagern sich hier auf demselben Boden: ein mittelalterliches Gemeineigentum, dem die Bäume gehören, ein Provinzpark, der das Land regelt, und eine Welterbe-Eintragung, die den Fels beschreibt. Keine hat die anderen ersetzt.

Die Comunita siehst du von einem Wanderweg aus nicht. Du siehst ihre Folge: durchgehender Hochwald, bewirtschaftet und nicht aufgegeben, mit gemähten Wiesen darunter und Dörfern, die auch im November bewohnt sind. Die Provinz steht unter Trentino, und der Berg, der 2022 seinen Gletscher verlor, unter der Absturz an der Marmolata. Stand: 03.09.2026.

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FAQ

Was ist die Magnifica Comunita di Fiemme?

Eine grundbesitzende Einrichtung im Fleimstal, die seit den Gebhardinischen Verträgen von 1111 rund 20.000 Hektar Wald und Weide für die Einheimischen verwaltet. Ihr Sitz ist ein Renaissancepalast in Cavalese, ihre Organe heißen Consiglio dei Regolani, Comun Generale und Scario.

Woher kommt in Italien das Holz für Geigen?

Aus dem Wald von Paneveggio, der innerhalb der 20.000 Hektar der Comunita di Fiemme liegt und die Klangfichte für den Instrumentenbau liefert. Die Bäume werden einzeln nach der Maserung ausgewählt, und deshalb beliefert dasselbe Tal Werkstätten weit außerhalb Italiens.

Welches ist das größte Schutzgebiet im Trentino?

Der Naturpark Adamello Brenta, eingerichtet 1967, mit 62.051 Hektar. Er hält mehr als achtzig Seen, den Adamello-Gletscher und die Brentagruppe und ist als UNESCO Global Geopark anerkannt.

Wie viel der Dolomiten-Welterbestätte liegt im Trentino?

Vier der neun 2009 eingetragenen Systeme: die Marmolata, die Pale di San Martino mit den Vette Feltrine, Rosengarten und Latemar sowie die Brentagruppe, die einzige Dolomitengruppe abseits der übrigen Kette.

Quellen (3)

  1. 120.000Wikipedia · neu zu pruefen bis 2099-12-31
  2. 262.051 · 21 · 49.000Parco Naturale Adamello Brenta; Wikipedia · neu zu pruefen bis 2029-12-31
  3. 39 · 142.000Provincia autonoma di Trento · neu zu pruefen bis 2099-12-31

Aktualisiert am 2026-09-03