Sardinien hat fünf Passagierhäfen, und weil zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten mehrere Stunden Fahrt liegen, entscheidet die Wahl der Fähre die halbe Rundreise.
Fünf Häfen für Passagiere, acht im System
Acht Häfen führt die Hafenbehörde Sardiniens: Cagliari, Olbia, Golfo Aranci, Porto Torres, Oristano, Portovesme, Arbatax und Santa Teresa Gallura. Für Verbindungen zum Festland zählen davon 5, nämlich Olbia, Golfo Aranci, Porto Torres, Cagliari und Arbatax.
Die übrigen haben andere Aufgaben. Santa Teresa Gallura bedient Korsika, Portovesme die Insel San Pietro, Oristano taucht nur in der technischen Beschreibung des Systems auf. Wer nach Sardinien übersetzt, wählt also unter fünf Optionen, nicht unter acht.
Die Entfernung zwischen den Häfen ist die eigentliche Entscheidung
2 der 5 Häfen liegen im Nordosten, Olbia und Golfo Aranci, in Reichweite von Gallura und Costa Smeralda. Porto Torres liegt im Nordwesten, näher an Alghero, am Asinara und an der Nurra. Cagliari liegt im Süden, Arbatax an der mittleren Ostküste unter den Bergen der Ogliastra.
Wer im Nordosten ankommt und im Süden schlafen will, fährt einen halben Tag. Deshalb steht die Hafenwahl in der Planung vor der Unterkunft, nicht danach, und deshalb lohnt sich eine Route mit ungleichem Hin- und Rückhafen.
Olbia: 47.000 Passagiere in 48 Stunden
Olbia ist das Haupttor der Insel. Am Wochenende von Ferragosto 2026 bewegte der Hafen in 48 Stunden über 47.0002 Passagiere und mehr als 16.0002 begleitete Fahrzeuge, mit 19 Fährschiffen an der Pier; im gesamten sardischen System waren es rund 100.0002 Passagiere und 1402 Fährbewegungen.
Das Passagierterminal liegt an der Isola Bianca und nimmt Fähren und Kreuzfahrtschiffe auf. Die Hafenbehörde bezeichnet Olbia als ersten Passagierhafen des Mittelmeers; das ist ihre eigene Einordnung und unabhängig nicht überprüft.
Golfo Aranci daneben ist der sardische Hafen mit der kürzesten Distanz zum Festland, rund 30 Minuten Seeweg von Olbia entfernt. Wer im Sommer keinen Platz mehr in Olbia findet, findet ihn manchmal dort, ohne die Region zu wechseln.
Civitavecchia: ein Festlandhafen, vier sardische Ziele
Von Civitavecchia, dem Hafen von Rom, laufen 4 sardische Ziele an: Olbia mit Grimaldi Lines und Tirrenia, Porto Torres mit Grimaldi Lines, Cagliari und Arbatax mit Tirrenia. Dazu kommen Palermo und Termini Imerese auf Sizilien mit Grandi Navi Veloci.
Für die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum heißt das: Civitavecchia liegt hinter Rom, also hinter der ganzen Halbinsel. Wer aus München, Wien oder Zürich anreist, hat davor eine lange Etappe und sollte prüfen, ob ein nördlicherer Ausgangshafen die Gesamtfahrzeit senkt.
Was hier fehlt, und warum wir es nicht schätzen
Für die Häfen Genua, Livorno und Piombino haben wir keine aus Primärquellen bestätigte Linienliste, und für keine Sardinienroute eine geprüfte Tariftabelle für Auto, Wohnwagen oder Wohnmobil. Genau diese beiden Angaben brauchst du, wenn du mit dem eigenen Fahrzeug übersetzt.
Bis wir sie geprüft haben, gilt: die Fahrzeuglänge und die Höhe über 2 Metern bestimmen den Aufpreis, die Nachtüberfahrt spart einen Hoteltag, und im August ist die Buchung der begleiteten Fahrzeuge das Nadelöhr, nicht der Sitzplatz. Stand: 03.09.2026.
FAQ
Welcher Hafen auf Sardinien ist der richtige?
Wie voll wird es im August auf der Fähre?
Von welchem Festlandhafen fahre ich nach Sardinien?
Nimmt die Fähre Wohnmobile und Wohnwagen mit?
Was ist der Unterschied zwischen Olbia und Golfo Aranci?
Was kostet die Überfahrt mit dem Auto?
Quellen (3)
- 1AdSP del Mare di Sardegna; doc 2 · neu zu pruefen bis 2027-09-01
- 247.000 · 16.000 · 19AdSP del Mare di Sardegna · neu zu pruefen bis 2027-08-31
- 3AdSP del Mar Tirreno Centro Settentrionale (Porti di Roma) · neu zu pruefen bis 2027-06-30
Aktualisiert am 2026-09-03