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Klima in Venedig: Regen ohne Saison, Wasser mit

Venedig Tessera misst 762,3 mm Niederschlag im Jahr, so gleichmäßig über die Monate verteilt wie in kaum einer anderen italienischen Stadt, mit einem Jahresmittel von 13,9 °C.

13,9 °C im Jahr, und ein Meer, das die Spitzen kappt

Das Jahresmittel der Station Venezia Tessera am Flughafen Marco Polo, auf 2 m Höhe, beträgt 13,9 °C. Der kälteste Monat ist der Januar mit 3,7 °C, der wärmste der Juli mit 24,4 °C.

Die Nähe zum Meer glättet beide Enden. Die mittlere Tiefsttemperatur des Januars liegt bei 0,2 °C, also knapp über null und milder als in Mailand, und die mittlere Höchsttemperatur des Juli bei 29,0 °C, also unter den Werten der Poebene.

Zwei Felder der amtlichen Reihe sind als nicht verfügbar codiert, die mittlere Höchsttemperatur des März und die des Jahres. Sie beruhen auf weniger als 24 gültigen Jahren, und wir schätzen sie nicht.

762,3 mm, und kein trockener Monat

Das Maximum fällt im Mai mit 80,2 mm, danach folgen September mit 73,3 mm, Oktober mit 72,0 mm und November mit 71,5 mm. Das Minimum liegt im Januar bei 40,2 mm.

Alle zwölf Monate liegen zwischen 40,2 und 80,2 mm. Venedig hat damit keine Trockenzeit und keine ausgeprägte Regenzeit, sondern zwölf ähnliche Monate.

Für die Reiseplanung folgt daraus, dass sich mit dem Regen kein Monat gewinnen lässt. Der Unterschied zwischen April und Oktober liegt bei der Temperatur und beim Andrang, nicht beim Niederschlag.

Das Hochwasser hat mit diesen Zahlen nichts zu tun

Zwischen den 762,3 mm Jahresniederschlag und dem Hochwasser besteht kein brauchbarer Zusammenhang. Das acqua alta entsteht aus dem Zusammenspiel von Gezeiten, Scirocco und Luftdruck, örtlicher Regen spielt dabei keine tragende Rolle.

Das gilt in beide Richtungen. Ein trockener Januar kann ein Hochwassermonat sein, ein nasser Mai nicht. Willst du wissen, ob die Stadt an einem bestimmten Tag überflutet wird, brauchst du die Gezeitenvorhersage der Stadt und keine Klimatabelle.

MOSE: 100 Hebungen bis zum 12. März 2025

Das MOSE ist seit 2020 im operativen Betrieb und erreichte am 12. März 2025 die hundertste Hebung. Das Verkehrsministerium beziffert die dadurch vermiedenen Schäden auf über 2,6 Milliarden Euro.

Der höchste bislang bewältigte Pegel war eine Flut über 1,80 Meter am 22. November 2022. Damit ist das System die zweite Variable neben dem Wetter, die darüber entscheidet, ob man am Markusplatz laufen kann.

Was wir nicht schreiben: den Pegelwert, ab dem die Sperrwerke angeordnet werden. Presseberichte nennen eine schrittweise Absenkung von 130 auf 120 und dann 110 Zentimeter, doch auf einer amtlichen Seite haben wir das nicht gefunden. Solange das so ist, steht hier keine Zahl.

Die Herkunft dieser Werte

Es handelt sich um Klimanormale für 1991 bis 2020, erhoben an der Station mit der Kennnummer 16105. Die Niederschlagsreihe ist vollständig, es fehlt kein Monat.

Die Tiefstwerte sind unabhängig durch die Reihe von ISPRA bestätigt, mit 9,6 °C im Jahresmittel. Bei den Temperaturen gilt dieselbe Regel wie überall: ein Mittel über 30 Jahre beschreibt kein einzelnes Wochenende. Stand: 03.09.2026.

Venezia, Monat für Monat

MonatSpanne von Tiefst- bis HöchstwertMaxMinRegentage
Jan8
Feb8
Mär12°8
Apr16°10
Mai21°14°10
Jun25°18°9
Jul27°20°8
Aug27°20°8
Sep23°16°10
Okt18°12°11
Nov13°11
Dez9

Max und Min sind die mittleren Tageshöchst- und Tagestiefstwerte in °C. Regentage sind Tage mit mindestens 1 mm Niederschlag.

Mittelwerte 1991 bis 2020 aus der Reanalyse ERA5-Land und ERA5 (Copernicus, ECMWF), Gitterpunkt auf 13 m, abgerufen am 11. September 2026. Daten: Open-Meteo, CC BY 4.0.

Eine Reanalyse ist ein aus Beobachtungen rekonstruiertes Modell, keine Wetterstation. Ihre Werte können von den im Text genannten Stationsnormalen abweichen, vor allem an der Küste und in den Bergen. Sie beschreibt den typischen Monat, keine Vorhersage.

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FAQ

Wie ist das Klima in Venedig?

Gemäßigt subkontinental an der oberen Adria, gemildert durch das Meer. Das Jahresmittel liegt bei 13,9 °C, der Januar bei 3,7 °C und der Juli bei 24,4 °C. Die mittlere Tiefsttemperatur im Januar beträgt 0,2 °C, die mittlere Höchsttemperatur im Juli 29,0 °C.

Wann regnet es in Venedig am meisten?

Im Mai mit 80,2 mm, gefolgt von September mit 73,3 mm und Oktober mit 72,0 mm. Der trockenste Monat ist der Januar mit 40,2 mm. Die Jahressumme von 762,3 mm ist damit so gleichmäßig verteilt wie in kaum einer anderen italienischen Stadt.

Kommt das Hochwasser vom Regen?

Nein, es gibt keinen brauchbaren Zusammenhang. Das acqua alta entsteht aus Gezeiten, Scirocco und Luftdruck, nicht aus örtlichem Niederschlag. Die 762,3 mm Jahresniederschlag eignen sich deshalb nicht, um vorherzusagen, ob der Markusplatz unter Wasser steht.

Was macht das MOSE?

Es hebt bewegliche Sperrwerke an den Lagunenöffnungen an. Seit dem Betriebsbeginn 2020 erreichte es am 12. März 2025 die hundertste Hebung; das Verkehrsministerium beziffert die dadurch vermiedenen Schäden auf über 2,6 Milliarden Euro. Der höchste bewältigte Pegel war über 1,80 Meter am 22. November 2022.

Ab welchem Pegel wird das MOSE gehoben?

Diese Schwelle konnten wir in keiner amtlichen Quelle bestätigen. Presseberichte nennen eine schrittweise Absenkung von 130 auf 120 und dann 110 Zentimeter, doch belegt ist das nicht, also steht hier keine Zahl. Belegt sind die 100 Hebungen bis zum 12. März 2025.

Wann ist die beste Reisezeit für Venedig?

April mit 13,3 °C und Oktober mit 14,5 °C im Mittel liegen im angenehmen Bereich, der Oktober bringt allerdings 72,0 mm Regen mit. Der Januar ist mit 3,7 °C kalt, aber der trockenste Monat des Jahres, mit 40,2 mm.