Die Lombardei beherbergt 10 der 62 italienischen Welterbestätten und damit mehr als jede andere Region, vor der Toskana und Venetien mit je 9, während Molise und das Aostatal gar keine haben.
Das Kriterium und die Regel für geteilte Stätten
Eine Region erscheint in dieser Tabelle einmal für jede der 62 eingetragenen Stätten, von der ein Bestandteil auf ihrem Gebiet liegt. Nach dieser Regel ergeben die 62 italienischen Stätten 86 Paare aus Stätte und Region, weil 8 von ihnen über Regionsgrenzen reichen und 54 nicht.
Die Regel steht oben, weil an ihr die ganze Rangliste hängt. Ordnet man jede Stätte einer einzigen Hauptregion zu, schrumpft die Summe auf 62 Paare und die Spitze ordnet sich neu. Keine der beiden Regeln ist falsch. Falsch ist eine Rangliste, die nicht sagt, welche sie benutzt.
Die Tabelle: 18 Regionen mit Welterbe, 2 ohne
Nur die Lombardei kommt auf eine zweistellige Zahl.
| Region | Welterbestätten |
|---|---|
| Lombardei | 10 |
| Toskana | 9 |
| Venetien | 9 |
| Kampanien | 7 |
| Emilia-Romagna | 7 |
| Sizilien | 7 |
| Latium | 6 |
| Friaul-Julisch Venetien | 5 |
| Piemont | 5 |
| Apulien | 5 |
| Basilikata | 3 |
| Umbrien | 3 |
| Ligurien | 2 |
| Marken | 2 |
| Sardinien | 2 |
| Trentino-Südtirol | 2 |
| Abruzzen | 1 |
| Kalabrien | 1 |
| Molise | 0 |
| Aostatal | 0 |
Die zehn der Lombardei, und warum vier geliehen sind
Zur Lombardei gehören Santa Maria delle Grazie mit Leonardos Abendmahl, die Felsbilder im Valcamonica, Crespi d'Adda, die Sacri Monti des Piemont und der Lombardei, der Monte San Giorgio, die Rhätische Bahn in der Landschaft von Albula und Bernina, Mantua und Sabbioneta, die Langobarden-Stätten, die prähistorischen Pfahlbauten der Alpen und die venezianischen Verteidigungsanlagen.
Vier davon sind serielle Stätten, die sich die Lombardei mit anderen Regionen teilt: die Sacri Monti, die Langobarden, die Pfahlbauten und die venezianischen Festungswerke. Zählt man nur Stätten, die ganz in einer Region liegen, lautet die Spitze Toskana 8, Lombardei 6, Venetien 6. Das ist die Rechnung hinter dem Streit zweier Listen, die beide amtlich wirken.
Wer das Abendmahl sehen will, braucht ein eigenes Ticket für ein eigenes Zeitfenster, und die Seite zum Cenacolo Vinciano erklärt, wie man es bekommt.
Die acht Stätten, die mehreren Regionen gehören
Acht italienische Welterbestätten haben Bestandteile in mehr als einer Region, und sie sind der Grund, warum die Zählung eine offengelegte Methode braucht.
| Stätte | Regionen | Anzahl |
|---|---|---|
| Alte Buchenwälder | Abruzzen, Basilikata, Kalabrien, Emilia-Romagna, Latium, Apulien, Toskana | 7 |
| Langobarden in Italien | Friaul-Julisch Venetien, Lombardei, Umbrien, Kampanien, Apulien | 5 |
| Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen | Friaul-Julisch Venetien, Lombardei, Piemont, Trentino-Südtirol, Venetien | 5 |
| Via Appia Regina Viarum | Latium, Kampanien, Basilikata, Apulien | 4 |
| Dolomiten | Venetien, Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch Venetien | 3 |
| Venezianische Verteidigungsanlagen | Lombardei, Venetien, Friaul-Julisch Venetien | 3 |
| Theater mit Logenrängen italienischer Art | Marken, Umbrien, Emilia-Romagna | 3 |
| Sacri Monti des Piemont und der Lombardei | Piemont, Lombardei | 2 |
Abruzzen und Kalabrien tauchen in dieser Tabelle auf und sonst nirgends: ihre jeweils einzige Stätte ist ein Anteil an den Buchenwäldern. Das einzige Welterbe dieser beiden Regionen ist also ein Waldbestand, keine Stadt und kein Bauwerk.
Für Trentino-Südtirol gilt Ähnliches. Seine 2 Stätten sind beide geteilt, die Dolomiten und die Pfahlbauten, und die Region steht deshalb gleichauf mit Ligurien und Sardinien.
Molise und das Aostatal stehen nicht auf der Liste
Zwei italienische Regionen hatten 2026 keine Welterbestätte: Molise und das Aostatal. Das sagt etwas über die Liste und darüber, welche Anträge gestellt wurden, nicht darüber, was vor Ort steht.
Molise ist der knappere Fall. Sein Gebiet umfasst einen Teil des Nationalparks Abruzzen, Latium und Molise, doch die 2007 eingetragenen Buchenbestände schließen den molisanischen Abschnitt nicht ein, also bleibt die Region bei null. Was Molise teilt, ist immateriell: die Transhumanz, und die steht auf der anderen UNESCO-Liste.
Zwei Vorbehalte, bevor du diese Tabelle zitierst
Zwei Zeilen dieser Zuordnung sind schwächer als der Rest. Die regionale Zuordnung stammt aus den Datenblättern des italienischen Kulturministeriums, ergänzt um offene Daten, wo das Ministerium kein oder nur ein allgemeines Blatt hat. Das Blatt der Äolischen Inseln nennt nur das Tyrrhenische Meer, die Blätter der Dolomiten und des Monte San Giorgio haben gar kein Feld für die Region.
Die zwei jüngsten Eintragungen, die sardischen Domus de Janas von 2025 und die Logentheater von 2026, hatten beim Erstellen dieser Zuordnung noch kein Datenblatt des Ministeriums. Ihre Zuordnung ist deshalb die schwächste Zeile der Tabelle und die erste, die wir erneut prüfen. Wie die Stätten sich auf Italien verteilen, zeigt die Themenseite UNESCO.
FAQ
Welche Region in Italien hat die meisten UNESCO-Stätten?
Wie viele italienische Welterbestätten liegen in mehreren Regionen?
Welche Regionen haben keine UNESCO-Stätte?
Warum nennen Quellen verschiedene Zahlen pro Region?
Hat Sizilien mehr Welterbe als Sardinien?
Quellen (5)
- 1UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
- 210UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
- 3UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
- 48UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Commissione Nazionale Italiana per l'UNESCO · neu zu pruefen bis 2027-08-31
- 562 · 54 · 8UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
Aktualisiert am 2026-09-11
