Die Dolomiten zählen dreimal, und genau das ist das Problem
8 der 62 italienischen Welterbestätten liegen in mehr als einer Region, und die Dolomiten sind eine davon: Venetien, Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch Venetien teilen sich das 2009 eingeschriebene Naturerbe. Wer die Dolomiten unter einer einzigen Region ablegt, hat die Stätte schon falsch beschrieben.
Die größte serielle Stätte ist der grenzüberschreitende Buchenwald-Eintrag, dessen italienische Teile in 7 Regionen liegen: Abruzzen, Basilikata, Kalabrien, Emilia-Romagna, Latium, Apulien und Toskana. Dazu kommen die Sacri Monti in Piemont und Lombardei, die Langobardenstätten in 5 Regionen, die Pfahlbauten in 5, die venezianischen Festungswerke in 3, die Via Appia in 4 und die Theater Mittelitaliens in 3.
Trentino-Südtirol hält insgesamt 2 Welterbestätten. Für den Leser aus dem deutschsprachigen Raum ist das die Zahl, die zählt: die Dolomiten sind eine davon, und sie enden nicht an der Provinzgrenze.
62, und warum du 55 oder 61 liest
Italien hat die Welterbekonvention am 23. Juni 1978 ratifiziert und ist seither fast jedes Jahr neu eingeschrieben worden, weshalb eine Gesamtzahl von vor drei Jahren bereits veraltet ist. Die letzten drei Zugänge waren die Via Appia 2024, die Domus de Janas Sardiniens 2025 und das System der italienischen Logentheater Mittelitaliens 2026.
Die 6 Naturstätten sind die alten Buchenwälder, der Evaporitkarst des nördlichen Apennins, die Äolischen Inseln, der Monte San Giorgio, der Ätna und die Dolomiten. Alles andere ist Kulturerbe.
Weitere 30 italienische Stätten stehen auf der Vorschlagsliste. Das ist die Warteschlange eines Staates für künftige Nominierungen, keine Kategorie zweiter Klasse.
Die Regionenrangliste hängt an einer Zählregel
Die Lombardei hält 10 Stätten, Toskana und Venetien je 9, Kampanien, Emilia-Romagna und Sizilien 7, Latium 6, Friaul-Julisch Venetien, Piemont und Apulien 5. Gezählt wird hier so, dass eine Stätte über mehrere Regionen in jeder Region einmal zählt: 86 Paare aus Stätte und Region bei 62 Stätten.
Ändere die Regel, und die Rangliste ändert sich mit. Ordnet man jede Stätte einer einzigen Hauptregion zu, sinken die Zahlen und die Reihenfolge verschiebt sich. So kommen zwei redliche Quellen zu zwei verschiedenen Tabellen.
Zwei Regionen ohne Eintrag
Molise und das Aostatal sind 2026 die einzigen italienischen Regionen ohne Welterbestätte. Molise umfasst einen Teil des Nationalparks Abruzzen, Latium und Molise, doch keiner der eingeschriebenen Buchenwald-Teilbereiche liegt in seinem Abschnitt.
Dieses Fehlen sagt etwas über die Liste, nichts über die Orte. Molise hat Saepinum und Pietrabbondante; die Liste führt sie nur nicht.
Immaterielles Erbe steht auf einer anderen Liste
Italien hat 2026 insgesamt 21 Einträge auf den UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes, 20 in der repräsentativen Liste und 1 im Register guter Praktiken. Die italienische Küche kam 2025 dazu, das traditionelle Glockenläuten und der Trockenmauerbau 2024.
Viele davon sind gemeinsame Nominierungen mit anderen Ländern, darunter die mediterrane Ernährung, die Falknerei, der Alpinismus und die Transhumanz. Es sind keine Welterbestätten und gehören nie zu den 62 addiert. Wo die einzelnen Stätten liegen, steht auf den Regionenseiten.
FAQ
Wie viele UNESCO-Welterbestätten hat Italien?
Sind die Dolomiten UNESCO-Welterbe?
Welche Region hat die meisten UNESCO-Stätten?
Gibt es italienische Regionen ohne Welterbe?
Zählt die italienische Küche zum Welterbe?
Quellen (12)
- 162UNESCO World Heritage Centre · neu zu pruefen bis 2027-08-31
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Aktualisiert am 2026-09-03







