Zum Inhalt
MyItalia

Schengen und Italien: 29 Länder, 90 von 180 Tagen

Der Schengen-Raum umfasst seit dem 1. Januar 2025 genau 29 Länder, und ein Kurzaufenthalt darin ist auf 90 Tage in jedem Zeitraum von 180 Tagen begrenzt.

Die Zusammensetzung: 25 plus 4

29 Länder gehören dazu: 25 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Am 1. Januar 2025 fielen die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Bulgarien und Rumänien weg, womit beide Staaten vollständig dabei sind.

Zypern nimmt an der Schengen-Zusammenarbeit teil, hat die Binnenkontrollen aber noch nicht abgeschafft. Täglich werden im Raum 3.500.000 Grenzübertritte an Binnengrenzen gezählt.

Ein Hinweis zur Quellenlage, der praktisch wird: das italienische Konsularportal listet noch 26 Staaten mit vollständiger Anwendung des Besitzstands, ohne Bulgarien, Rumänien und Kroatien. Diese Liste ist nicht aktuell.

Die Zählweise, die man nachrechnen muss

90 Tage in 180 Tagen bedeutet nicht 90 Tage pro Halbjahr. Gerechnet wird ein gleitendes Fenster: vom heutigen Tag aus 180 Tage zurück, und in diesem Fenster dürfen höchstens 90 Aufenthaltstage liegen.

Alle 29 Staaten zählen dabei zusammen. Eine Woche in Italien, zwei in Spanien und drei in Kroatien sind sechs Wochen auf demselben Konto. Ein- und Ausreisetag zählen jeweils als voller Tag.

Für wen das im deutschsprachigen Raum zählt

Für Pässe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die Begrenzung nicht: alle drei Staaten sind selbst Teil des Raums. Die Regel wird trotzdem regelmäßig relevant, nämlich für Mitreisende.

Nimmst du eine Partnerin, einen Freund oder Familienangehörige mit einem Pass aus einem Drittstaat mit, solltest du deren Tage kennen, bevor die Reise beginnt. Frühere Aufenthalte im laufenden Fenster zählen mit, auch solche in anderen Schengen-Ländern und auch die vor Jahren gebuchte Städtereise.

Visum ist nicht gleich Einreiserecht

Für Kurzaufenthalte gibt es drei Visumtypen: das einheitliche Schengen-Visum vom Typ C für alle Staaten mit vollständiger Anwendung, das räumlich beschränkte Visum vom Typ C für einzeln genannte Staaten und das Flughafentransitvisum vom Typ A.

Das italienische Außenministerium stellt dazu ausdrücklich fest, dass der Besitz eines Visums kein automatisches Einreiserecht schafft. Die Grenzpolizei kann zurückweisen, wer die Bedingungen des Schengener Grenzkodex nicht erfüllt.

Über 90 Tage hinaus greift das nationale Visum vom Typ D, ausgestellt für 91 bis 365 Tage vom jeweiligen Staat, mit dem zusätzlich 90 Tage je 180 in anderen Mitgliedstaaten möglich sind.

Was wir für Schweizer Reisende nicht abdecken

Für 3 Themen haben wir keine geprüften Zahlen im Bestand: Zollfreigrenzen bei der Rückreise, Mehrwertsteuerrückerstattung in Italien und Mobilfunkkosten außerhalb der EU. Die Schweiz gehört zu Schengen, aber weder zur Zollunion noch zur EU, und genau daran hängen diese drei Punkte.

Diese Lücke benennen wir hier, statt sie mit Werten aus zweiter Hand zu füllen. Für die Zollfreigrenzen ist die eidgenössische Zollverwaltung die zuständige Stelle, für die Rückerstattung der Verkäufer in Italien. Stand: 03.09.2026.

Inhalt

FAQ

Wie funktioniert die Regel 90 von 180 Tagen?

Der Kurzaufenthalt im Schengen-Raum darf 90 Tage in jedem Zeitraum von 180 Tagen nicht überschreiten. Gezählt wird rückwärts vom aktuellen Tag über die letzten 180 Tage, und alle Schengen-Staaten zählen zusammen. Für längere Aufenthalte braucht es ein nationales Visum vom Typ D.

Wie viele Länder gehören zu Schengen?

29 seit dem 1. Januar 2025: 25 EU-Mitgliedstaaten plus Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. An diesem Datum fielen die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Bulgarien und Rumänien. Zypern nimmt an der Zusammenarbeit teil, hat die Binnenkontrollen aber noch nicht abgeschafft.

Gilt die 90-Tage-Regel für mich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer?

Nein, sie betrifft Drittstaatsangehörige im Kurzaufenthalt. Wichtig wird sie, wenn Mitreisende einen Pass aus einem Drittstaat haben: dann zählen alle Tage in allen 29 Ländern zusammen, auch die aus früheren Reisen im laufenden Zeitfenster.

Garantiert ein Visum die Einreise?

Nein. Das italienische Außenministerium stellt ausdrücklich klar, dass ein Visum kein automatisches Einreiserecht begründet: die Grenzpolizei kann zurückweisen, wer die Bedingungen des Schengener Grenzkodex nicht erfüllt. Das gilt für alle drei Kurzzeitvisa vom Typ A und C.

Welche Visumtypen gibt es für kurze Aufenthalte?

Drei: das einheitliche Schengen-Visum vom Typ C, gültig in allen Staaten, die den Besitzstand vollständig anwenden; das räumlich beschränkte Visum, ebenfalls Typ C, gültig nur in den genannten Staaten; und das Flughafentransitvisum vom Typ A.

Was gilt bei mehr als 90 Tagen?

Dann greift das nationale Visum vom Typ D für 91 bis 365 Tage, ausgestellt vom jeweiligen Staat. Es erlaubt zusätzlich die Reise in andere Mitgliedstaaten für 90 Tage je 180 Tage. Ein Schengen-Visum lässt sich nicht einfach verlängern.

Quellen (2)

  1. 190 · 180Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale - portale 'Il visto per l'Italia'; Commissione europea - DG HOME · neu zu pruefen bis 2028-12-31
  2. 229 · 3.500.000Commissione europea - DG HOME · neu zu pruefen bis 2027-12-31

Aktualisiert am 2026-09-03