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Erdbeben und Vulkane: vier Zonen, acht Vulkane

Italien ist vollständig in vier Erdbebenzonen eingeteilt, von Zone 1 mit über 0,25g bis Zone 4 mit höchstens 0,05g: nicht klassifizierte Gebiete gibt es im Land nicht.

Vier Zonen, und was die Werte bedeuten

Zone 1 umfasst Gebiete mit einer maximalen horizontalen Bodenbeschleunigung über 0,25g und bis 0,35g, Zone 2 von 0,15g bis 0,25g, Zone 3 von 0,05g bis 0,15g und Zone 4 bis 0,05g. Bezugsgröße ist die Beschleunigung mit 10 Prozent Überschreitungswahrscheinlichkeit in 50 Jahren.

Der Rahmen stammt aus der Verordnung 3274 von 2003, aktualisiert durch die Verordnung 3519 von 2006. Die genaue Zuordnung nehmen die Regionen innerhalb nationaler Kriterien vor.

Vor 2003 waren 2.965 Gemeinden klassifiziert, das entsprach 45 Prozent des Gebiets und 40 Prozent der Bevölkerung. Heute ist das gesamte Staatsgebiet erfasst.

Was daraus für Reisende folgt

Es gibt in Italien keine erdbebenfreie Region, und das ist keine Warnung, sondern eine Definition. Zone 4 bedeutet sehr geringe Gefährdung, nicht keine.

Praktisch ändert das an einer Reise nichts. Was es ändert, ist die Lesart von Meldungen: wenn eine Nachricht von einem Beben in einer Region berichtet, die man für sicher hielt, liegt das nicht daran, dass sich etwas verändert hat, sondern daran, dass die Kategorie nie existiert hat.

Die Bauvorschriften folgen der Zone, nicht der Wahrnehmung. Ein Neubau in Zone 1 ist auf höhere Beschleunigungen ausgelegt als einer in Zone 4, und daran hängt der praktische Schutz.

Acht überwachte Vulkane, drei Zuständigkeiten

Der Überwachungsdienst für aktive Vulkane erfasst acht: Vesuv, Campi Flegrei und Ischia über die Sektion Neapel mit dem Vesuv-Observatorium, Ätna, Stromboli, Vulcano und Pantelleria über die Sektion Catania mit dem Ätna-Observatorium sowie die Colli Albani über die nationale Erdbebenwarte in Rom.

Die Sektion Palermo übernimmt zusätzlich die geochemische Überwachung der sizilianischen Vulkane. Diese Aufteilung beschreibt die Organisation der Überwachung und nicht den Aktivitätszustand der einzelnen Vulkane.

Für Reisende ist der Ätna der Vulkan mit den häufigsten Auswirkungen im Alltag, etwa durch Ascheregen und zeitweise Sperrungen des Flughafens Catania. Diese Zusammenhänge sind hier nicht aus Primärquellen belegt und stehen deshalb ohne Zahlen.

Vier Farben für Vulkane, und wer sie vergibt

4 Farben umfasst das Warnsystem: grün, gelb, orange und rot. Grün steht für die gewöhnliche Aktivität, die weiteren Stufen für zunehmendes Ungleichgewicht in Richtung einer möglichen Eruption.

Für 4 Vulkane besteht eine nationale Notfallplanung: Stromboli, Vulcano, Vesuv und Campi Flegrei. Die Stufen legt der Zivilschutz auf Bewertung der Kompetenzzentren in regelmäßigen Videokonferenzen fest.

Die Campi Flegrei stehen auf Gelb mit der operativen Phase Aufmerksamkeit, festgelegt mit Dekret vom 30. Oktober 2025 und bestätigt am 4. November 2025. Das ist die zweite von vier Stufen.

Wie man diese Themen liest, ohne sich zu täuschen

Zwei Fehler sind gleich häufig. Der erste ist die Beruhigung, es gebe sichere Regionen: die gibt es nicht, weil ganz Italien klassifiziert ist. Der zweite ist die Dramatisierung einer Warnstufe: Gelb steht seit 2012 und beschreibt Überwachung.

Beide Fehler entstehen dadurch, dass ein Zustand ohne Datum zitiert wird. Der aktuelle Stand steht beim Zivilschutzdepartement und beim Geophysikinstitut, und dort siehst du ihn vor einer Reise in die betroffenen Gebiete nach. Stand: 03.09.2026.

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FAQ

Wie ist Italien seismisch eingeteilt?

In vier Zonen nach der Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens: Zone 1 über 0,25g bis 0,35g, Zone 2 von 0,15g bis 0,25g, Zone 3 von 0,05g bis 0,15g und Zone 4 bis 0,05g. Gemessen wird die maximale horizontale Bodenbeschleunigung mit 10 Prozent Überschreitungswahrscheinlichkeit in 50 Jahren.

Gibt es erdbebenfreie Gebiete in Italien?

Nein. Das gesamte Staatsgebiet ist klassifiziert, es existieren keine nicht eingestuften Flächen. Was es gibt, sind Gebiete sehr geringer Gefährdung in Zone 4 mit einer Bodenbeschleunigung bis 0,05g. Vor 2003 waren nur 2.965 Gemeinden eingestuft, 45 Prozent des Gebiets.

Wer legt die Zonen fest?

Der Rahmen stammt aus den Verordnungen 3274/2003 und 3519/2006, die genaue Einstufung nehmen die Regionen innerhalb nationaler Kriterien vor. Deshalb kann dieselbe Landschaft je nach Region unterschiedlich eingestuft sein, ohne dass sich die Geologie ändert.

Welche Vulkane werden überwacht?

Acht: Vesuv, Campi Flegrei und Ischia durch die Sektion Neapel, Ätna, Stromboli, Vulcano und Pantelleria durch die Sektion Catania sowie die Colli Albani durch die nationale Erdbebenwarte. Die Sektion Palermo übernimmt die geochemische Überwachung der sizilianischen Vulkane.

Was bedeuten die Farben der Vulkanwarnung?

Vier Stufen: grün für gewöhnliche Aktivität, dann gelb, orange und rot für zunehmendes Ungleichgewicht in Richtung einer möglichen Eruption. Für Stromboli, Vulcano, Vesuv und Campi Flegrei besteht eine nationale Notfallplanung.

Auf welcher Stufe stehen die Campi Flegrei?

Auf Gelb mit der operativen Phase Aufmerksamkeit, festgelegt durch Dekret vom 30. Oktober 2025 und bestätigt am 4. November 2025. Gelb ist die zweite von vier Stufen und beschreibt ein mittleres Ungleichgewicht, keine bevorstehende Eruption.

Quellen (4)

  1. 14Dipartimento della Protezione Civile · neu zu pruefen bis 2028-12-31
  2. 2INGV · neu zu pruefen bis 2028-12-31
  3. 3Dipartimento della Protezione Civile; doc 2 · neu zu pruefen bis 2029-12-31
  4. 4Dipartimento della Protezione Civile; doc 2 · neu zu pruefen bis 2027-03-31

Aktualisiert am 2026-09-03