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Lombardei: zehn Welterbestätten, vier davon geteilt

Die Lombardei hält 2026 10 der 62 italienischen Welterbestätten, mehr als jede andere Region, wobei 4 der 10 serielle Stätten sind, die sie mit Nachbarregionen teilt.

Die zehn, von 1979 bis 2017

Von 1979 bis 2017 reicht die lombardische Liste, von Felsritzungen in einem Alpental bis zu venezianischen Festungen.

StätteEingetragenGeteilt mit
Felsbilder im Valcamonica1979keiner Region
Santa Maria delle Grazie mit Leonardos Abendmahl1980keiner Region
Crespi d'Adda1995keiner Region
Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei2003Piemont
Monte San Giorgio2003keiner Region
Rhätische Bahn in der Landschaft Albula und Bernina2008keiner Region
Mantua und Sabbioneta2008keiner Region
Die Langobarden in Italien, Orte der Macht2011Friaul-Julisch Venetien, Umbrien, Kampanien, Apulien
Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen2011Friaul-Julisch Venetien, Piemont, Trentino-Südtirol, Venetien
Venezianische Verteidigungsanlagen2017Venetien, Friaul-Julisch Venetien

Toskana und Venetien folgen mit je 9. Die Rangliste zählt eine geteilte Stätte in jeder Region, die sie berührt, und so ruht der lombardische Vorsprung zum Teil auf vier seriellen Einträgen.

Wer aus Graubünden anreist, kennt einen Eintrag schon vom Zugfenster: die Rhätische Bahn über Albula und Bernina steht auf dieser Liste.

Valcamonica: 140.000 Figuren aus 8.000 Jahren

1979 kamen die Felsbilder im Valcamonica auf die Liste, nach den Kriterien iii und vi, ein Jahr vor dem Abendmahl. Gezählt werden über 140.000 Zeichen und Figuren, eingeritzt über mehr als 8.000 Jahre.

Die Stätte misst 432,3 Hektar, dazu kommt eine Pufferzone von 1.018,23 Hektar. Sie ist ein Tal und kein Museum: die Figuren sind dort, wo sie in den Fels geschlagen wurden.

Crespi d'Adda: ein Dorf mit Strom zum Nulltarif

Crespi d'Adda, ein Ortsteil von Capriate San Gervasio in der Provinz Bergamo, steht seit 1995 auf der Liste, nach den Kriterien iv und v, als außergewöhnliches Arbeiterdorf des 19. und 20. Jahrhunderts, das weitgehend unverändert erhalten ist.

Cristoforo Benigno Crespi gründete es, sein Sohn Silvio baute es aus. Zum Dorf gehörten Mehrfamilienhäuser mit Gemüsegarten, ein Ambulatorium, eine Schule, ein Theater, eine Kirche, das Schloss der Fabrikherren und ein Wasserkraftwerk, das die Häuser kostenlos mit Strom versorgte.

Mantua und Sabbioneta: 235 Hektar, zwei Gegenentwürfe

2008 wurden Mantua und Sabbioneta gemeinsam eingetragen, nach den Kriterien ii und iii, mit einer Kernzone von 235 Hektar und einer Pufferzone von 2.330. Die Paarung ist die Aussage.

Mantua ist eine römische Stadt, in der Renaissance erneuert. Sabbioneta ist eine Idealstadt, von den Gonzaga aus dem Nichts gegründet. Ein Eintrag, zwei entgegengesetzte Antworten auf dieselbe Frage, wie man eine Renaissancestadt baut.

Das Abendmahl: 15 Minuten, 40 Personen

Leonardos Abendmahl im Refektorium von Santa Maria delle Grazie steht seit 1980 auf der Liste, und 2026 dauert der Besuch 15 Minuten je Zeitfenster, mit höchstens 40 Personen im Raum.

Sei 30 Minuten vor der gebuchten Zeit am Eingang, sonst verfällt der Einlass. Von den zehn Stätten ist das die, bei der das Ticket schwieriger ist als die Anreise.

Zwei der neun Sacri Monti

Zwei der neun Sacri Monti, eingetragen 2003, liegen in der Lombardei: Ossuccio über dem Comer See und Varese. Die übrigen sieben stehen im Piemont.

Die serielle Stätte hat eine Kernzone von 90,5 Hektar und eine Pufferzone von 721,9, nach den Kriterien ii und iv. Sie zählt in beiden Regionen je einmal, und genau so entstehen die zehn.

Mehr unter Lombardei, das Abendmahl, Crespi d'Adda, die Sacri Monti, die Liste des Piemont und Welterbe nach Regionen. Stand: 11.09.2026.

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FAQ

Welche italienische Region hat die meisten Welterbestätten?

Die Lombardei, mit 10 der 62 italienischen Stätten im Jahr 2026, vor der Toskana und Venetien mit je 9. Gezählt wird jede serielle Stätte in jeder Region, die sie berührt, und 4 der 10 lombardischen sind geteilt: Sacri Monti, Langobarden, Pfahlbauten und venezianische Festungswerke.

Was ist Crespi d'Adda?

Ein Arbeiterdorf, gegründet von Cristoforo Benigno Crespi und von seinem Sohn Silvio erweitert, heute Ortsteil von Capriate San Gervasio in der Provinz Bergamo. Seit 1995 eingetragen, mit Häusern samt Gemüsegarten, Schule, Ambulatorium, Theater, Kirche und einem Wasserkraftwerk, das dem Dorf Strom zum Nulltarif lieferte.

Wie alt sind die Felsbilder im Valcamonica?

Sie entstanden über mehr als 8.000 Jahre, mit über 140.000 in den Fels geritzten Zeichen und Figuren. Eingetragen 1979 nach den Kriterien iii und vi, umfasst die Stätte 432,3 Hektar und eine Pufferzone von 1.018,23 Hektar.

Wie lange darf man vor dem Abendmahl bleiben?

15 Minuten, in Gruppen von höchstens 40 Personen je Zeitfenster. Wer nicht 30 Minuten vor der gebuchten Zeit am Eingang steht, verliert den Einlass, so die Regeln 2026 des Museums, das das Refektorium verwaltet.

Bereich und Themen

Quellen (7)

  1. 110 · 4UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
  2. 210UNESCO World Heritage Centre; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Wikidata (query SPARQL su P1435=Q9259, P17=Q38, P757, P131) · neu zu pruefen bis 2027-08-31
  3. 3432,3 · 1.018,23Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO · neu zu pruefen bis 2099-12-31
  4. 4730Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO · neu zu pruefen bis 2099-12-31
  5. 5235 · 2.330 · 1.287Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO · neu zu pruefen bis 2099-12-31
  6. 69 · 7 · 90,5Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO · neu zu pruefen bis 2099-12-31
  7. 715 · 40 · 30Museo del Cenacolo Vinciano · neu zu pruefen bis 2027-06-30