Der Tratturo Pescasseroli nach Candela, eine der großen Grasstraßen der italienischen Transhumanz, läuft mitten durch die römische Ausgrabung Altilia-Saepinum bei Sepino.
Eine Römerstadt an der Kreuzung von Gras und Stein
An der Kreuzung des Tratturo Pescasseroli nach Candela mit der Straße vom Matese-Massiv zur Ebene des Tammaro wurde Altilia-Saepinum angelegt, und Rom nahm den Ort 2932 v. Chr. im dritten Samnitenkrieg. Die Kreuzung bestimmte die Gründung und den Straßenplan der Stadt.
Was aus den beiden Achsen entstand, ist ein vollständiges Stadtraster auf freiem Feld, ohne moderne Bebauung darüber. Heute stehen Forum, Basilika, Theater, Mauern mit Türmen und 4 Stadttore, darunter Porta Bojano und Porta Terravecchia.
Der Triftweg macht dabei keinen Bogen um irgendetwas. Du läufst ihn als Hauptachse der Ruinen, und das lässt sich über wenige Straßen sagen, die älter sind als die Häuser daneben.
Eintritt seit dem 1. März 2026 vorübergehend frei
Seit dem 1. März 2026 ist der Eintritt frei, weil Arbeiten laufen, und die Freigabe endet mit den Arbeiten. Der reguläre Tarif beträgt 10 € voll, 2 € ermäßigt für 18 bis 25 Jahre, unter 18 frei, mit einer Jahreskarte zu 20 €.
Geöffnet ist täglich von 8:15 bis 19:15 Uhr, letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss. Die Adresse lautet C.da Altilia 1 an der SP82 in Sepino, Provinz Campobasso, Betreiber ist der Parco archeologico di Sepino.
Zu den Quellen gehört eine Warnung. Die Seite des Kulturministeriums nennt 10 €, die Seite der regionalen Museumsdirektion nennt freien Eintritt. Der Betreiber löst den Widerspruch auf, indem er die vorübergehende Freigabe veröffentlicht und den regulären Tarif daneben stehen lässt.
2019 eingeschrieben, 2023 auf zehn Staaten erweitert
2019 kam die Transhumanz auf die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes, auf gemeinsamen Antrag von Italien, Österreich und Griechenland, Beschluss 14.COM 10.b.2, Referenz 014703. 2023 wurde die Akte auf 10 Staaten erweitert, Referenz 019643, Beschluss 18.COM 8.b.14.
Albanien, Andorra, Kroatien, Frankreich, Luxemburg, Rumänien und Spanien kamen 2023 dazu. Die alte Adresse des Elements von 2019 leitet heute auf die erweiterte Akte weiter, weshalb manche Seiten die Einschreibung auf 2023 datieren.
Erfasst sind zwei Formen: die waagerechte Transhumanz in flachen Landschaften und die senkrechte in den Bergen. Der italienische Teil bewegt sich auf den Tratturi.
Was in der UNESCO-Akte nicht steht
Weder die Akte von 2019 noch die Erweiterung von 2023 nennt Molise, nennt die Abruzzen oder zählt die Tratturi. Das gehört deutlich gesagt, weil ein großer Teil der regionalen Werbung der UNESCO Aussagen zuschreibt, die in der Akte fehlen.
Der oft wiederholte Satz, Molise bewahre das größte erhaltene Tratturi-Netz, ist auf keiner amtlichen Quelle geprüft, die wir gelesen haben, und steht deshalb hier nicht als Faktum. Ebenso wenig die Längen in Kilometern der Wege Pescasseroli nach Candela und Celano nach Foggia.
Dokumentiert ist von abruzzesischer Seite der Tratturo Magno, der L'Aquila mit Foggia verband und dessen nördliches Ende neben der Basilika Collemaggio lag. Das ist eine regionale Quelle und keine der UNESCO, und so wird sie hier zitiert.
12 staatliche Orte in Molise, und dieser ist einer davon
12 Kulturorte betreibt der Staat in Molise, verteilt auf acht Gemeinden, und in Sepino liegen davon zwei: die Ausgrabung Altilia-Saepinum und das Museum der Stadt und des Territoriums.
Das erklärt die Betriebsform, auf die du triffst. Ein Ort aus dieser kurzen Liste hat eine Verwaltung, feste Zeiten und einen Tarif, während vieles andere in der Region von Vereinen und Terminabsprachen lebt.
Zwölf ist eine Zahl, die sich an einem Abend planen lässt. Genau das ist der praktische Vorteil einer Region, die sonst wenig davon hat.
Wie du ihn gehst
Fang in Saepinum an, wo der Eintritt während der Arbeiten frei ist und das Tor um 8:15 Uhr aufgeht. Es ist die eine Stelle, an der Grasweg, römisches Straßenraster und Kasse zusammenfallen.
Schau dann auf den Boden statt auf die Denkmäler. Ein Tratturo ist ein Korridor aus Gras, breit genug für eine Herde, und seine Breite ist das, was übrig bleibt, wenn die Pflasterung fehlt.
Zu den Regionen, die diese Wege durchqueren, geht es bei Molise und Abruzzen, zur Ausgrabung selbst bei Saepinum.
FAQ
Was ist ein Tratturo?
Was kostet der Eintritt in Saepinum?
Ist die Transhumanz UNESCO-Erbe?
Nennt die UNESCO-Akte Molise oder die Tratturi?
Quellen (5)
- 1Direzione regionale musei nazionali Molise - Ministero della Cultura · neu zu pruefen bis 2099-12-31
- 210 · 2 · 20Parco archeologico di Sepino - Ministero della Cultura; Direzione regionale musei nazionali Molise - Ministero della Cultura; Ministero della Cultura · neu zu pruefen bis 2027-03-31
- 3Commissione Nazionale Italiana per l'UNESCO; Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; UNESCO Intangible Cultural Heritage · neu zu pruefen bis 2029-12-31
- 4UNESCO - Intangible Cultural Heritage; Regione Abruzzo - Dipartimento Turismo · neu zu pruefen bis 2099-12-31
- 512Direzione regionale musei nazionali Molise - Ministero della Cultura · neu zu pruefen bis 2027-08-31
Aktualisiert am 2026-09-03
