Italiens erste zwei Nationalparks stammen beide aus dem Jahr 1922: der Gran Paradiso mit 71.0441 Hektar, herausgelöst aus dem Jagdrevier der savoyischen Könige in den Westalpen, und der Park in den Abruzzen im mittleren Apennin, im selben Jahr privat angestoßen und 1923 per Gesetz eingerichtet.
Aus einem Jagdrevier wird Park Nummer eins
1922 wurde der Nationalpark Gran Paradiso auf dem früheren Jagdrevier des Hauses Savoyen eingerichtet, und er gilt amtlich als erster Nationalpark Italiens. Er erstreckt sich über 71.0441 Hektar in 13 Gemeinden, verteilt auf das Aostatal und das Piemont.
Die Parkverwaltung setzt die Fläche selbst ins Verhältnis zu Turin und kommt auf gut das Fünffache der Stadt. Sein Wappentier ist der Steinbock.
Das Revier, aus dem der Park hervorging, bestimmt bis heute den Boden unter deinen Schuhen. Von den 553 km2 markierten Wegen folgen 65 % den alten Saumpfaden, die für die Jagden des Hofes angelegt wurden.
Die Abruzzen kamen ohne den Staat aus
Als private Initiative begann der Park in den Abruzzen 1922, Gesetz wurde er erst 1923 mit dem Regio Decreto-Legge Nr. 2573. Der Staat kam also ein Jahr nach den Leuten, die den Park wollten.
Damit laufen die beiden Gründungsgeschichten in entgegengesetzte Richtungen. In den Alpen übernahm der Staat ein geschlossenes Hofgut und gab ihm einen neuen Zweck. Im Apennin kam der private Anstoß zuerst, und das Gesetz zog nach.
Mit den Grenzen wechselte auch der Name. Seit 2001 heißt er Parco Nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise, sein Sitz ist Pescasseroli, und er umfasst 24 Gemeinden in den Provinzen L'Aquila, Frosinone und Isernia.
Die Fläche liegt bei etwa 50.5003 Hektar, dazu kommt eine angrenzende Zone von weiteren 77.5003 Hektar. Die höchsten Gipfel sind der Monte Petroso mit 2.2493 m, der Monte Marsicano mit 2.2453 m und der Monte Meta mit 2.2423 m, alle drei weit unter den Alpenhöhen des älteren Bruders.
Was die beiden Parks schützen sollten
Zwei Wappentiere stehen für die beiden Parks: der Steinbock am Gran Paradiso, in den Abruzzen der Marsische Braunbär. Die Parkverwaltung schätzt rund 50 Bären, in einer Spanne von 45 bis 69, und das ist der größte Bärenbestand Italiens, fast vollständig innerhalb der Parkgrenzen.
Zu dieser Zahl gehört ein Vorbehalt. Die Seite der Verwaltung spricht von neueren Studien, nennt aber kein Jahr, und 2026 lief ein genetisches Monitoring, das eine neue Schätzung liefern soll. Lies die 50 als Arbeitswert des Parks und nicht als datierte Zählung.
Außerdem hält der Park 4.4003 Hektar Vollschutzgebiet und 30.0003 Hektar Wald. Seine ältesten Bäume sind eine Schwarzkiefer bei Villetta Barrea mit geschätzten 5353 Jahren und eine Buche im Val Cervara mit geschätzten 5603.
Der Lago di Barrea ist als Ramsar-Feuchtgebiet eingetragen, und über das ganze Gebiet wachen 32 Parkwächter. Auf rund 50.5003 Hektar ist das eine dünne Besetzung, und sie erklärt, warum die Regeln für Besucher hier ernst genommen werden.
Die hohen Zahlen des Gran Paradiso
4.0612 m hoch ist der Gran Paradiso selbst, und sein Gipfel liegt ganz auf italienischem Staatsgebiet. Laut Nachhaltigkeitsbericht der Parkverwaltung gibt es im Park 59 Gletscher, 1832 Seen, 1682 Wirbeltierarten und 1.1242 Pflanzenarten.
Drinnen wohnt kaum jemand. Innerhalb der Parkgrenze leben weniger als 3001 Menschen, in den 13 Gemeinden, die sich das Gebiet teilen, zusammen 8.1601.
An diesem Verhältnis erkennst du den Charakter des Parks. Die Dörfer liegen an seinem Rand, in den Tälern, und das Innere gehört Fels, Eis und Steinbock.
Von zwei Parks zu 24
Auf der amtlichen Karte des Ministeriums für Umwelt und Energiesicherheit stehen 2026 genau 24 Nationalparks mit arbeitender Verwaltung. Der Gran Paradiso führt diese Liste an, und die Abruzzen teilen sein Gründungsjahr.
Die 24 haben sehr verschiedene Vorgeschichten, und die beiden von 1922 haben die ungewöhnlichsten. Das eine ist ein Jagdgut der Krone, das dem Schutz übergeben wurde, das andere ein Park, den private Förderer anschoben, bevor der Staat unterschrieb.
Beide auf einer Reise?
An entgegengesetzten Enden des italienischen Gebirges liegen die beiden Parks: der eine an der Alpengrenze zwischen Aostatal und Piemont, der andere dort, wo Abruzzen, Latium und Molise aneinanderstoßen. Die meisten Reisen entscheiden sich deshalb für einen von ihnen.
Den direkten Vergleich findest du unter Gran Paradiso oder Abruzzen-Park, die einzelnen Parks unter Gran Paradiso und Abruzzen, Latium und Molise. Alle Parks zusammen stehen unter Nationalparks, die Region unter Aostatal.
FAQ
Welcher ist der älteste Nationalpark Italiens?
Ist der Nationalpark in den Abruzzen genauso alt?
Wie viele Nationalparks gibt es in Italien?
Wie viele Bären leben im Nationalpark Abruzzen?
Bereich und Themen
Quellen (5)
- 171.044 · 13 · 8.160Ente Parco Nazionale Gran Paradiso · neu zu pruefen bis 2029-12-31
- 24.061 · 59 · 183Ente Parco Nazionale Gran Paradiso · neu zu pruefen bis 2029-12-31
- 350.500 · 77.500 · 4.400Ente Parco Nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise · neu zu pruefen bis 2029-12-31
- 450Ente Parco Nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise · neu zu pruefen bis 2027-12-31
- 524Ministero dell'Ambiente e della Sicurezza Energetica (MASE) · neu zu pruefen bis 2027-12-31
