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Gran Paradiso oder Abruzzen-Park: welcher passt?

Fahr in den Gran Paradiso für Gletscher, Steinböcke und einen Gipfel auf 4.061 m, und in den Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise für Buchenwald und Italiens größte Bärenpopulation, rund 50 Marsische Bären; beide Parks führen ihren Anfang auf 1922 zurück.

Zwei Parks aus demselben Jahr

Gran ParadisoAbruzzen, Latium und Molise
Anfang1922, königliches Jagdrevier1922 privat, Gesetz 1923
Fläche71.044 harund 50.500 ha
Randgebietnicht angegeben77.500 ha
Gemeinden13, in 2 Regionen24, in 3 Regionen
höchster Punkt4.061 mMonte Petroso, 2.249 m
Gletscher59keine verzeichnet
markierte Wege553 kmnicht in unseren Quellen
WappentierSteinbockMarsischer Bär, rund 50

71.044 ha sind beim Gran Paradiso eine glatte Zahl, die 50.500 ha des Abruzzen-Parks gibt der Park selbst als Näherung an, und sein Randgebiet ist mit 77.500 ha größer als der Park.

Beide zählen 2026 zu den 24 Nationalparks mit arbeitender Verwaltung, von 27 Einträgen auf der schriftlichen Liste des Umweltministeriums. Zusammen machen die Nationalparks 46,5 % der geschützten Landfläche Italiens aus. Das Ministerium ordnet den Gran Paradiso dem Aostatal und den Abruzzen-Park den Abruzzen zu, obwohl beide über Regionsgrenzen hinausreichen.

Der Gran Paradiso begann als Jagdrevier eines Königs

1922 entstand der Gran Paradiso auf dem früheren Jagdrevier der Savoyer, und seine Verwaltung nennt ihn den ersten Nationalpark Italiens. Er bedeckt 71.044 ha, das Fünffache der Fläche Turins, verteilt auf 13 Gemeinden im Aostatal und im Piemont.

Die Jagdgeschichte liegt dir heute noch unter den Sohlen. Von den 553 km Wegen des Parks folgen 65 % den alten königlichen Saumpfaden, ein guter Teil jeder Tour läuft also auf Wegen, die für die Jagdgesellschaften eines Königs angelegt wurden.

Weniger als 300 Menschen wohnen innerhalb der Parkgrenze, 8.160 in seinen 13 Gemeinden. Du gehst durch einen Berg, der mit Absicht leer gehalten wurde.

Der Abruzzen-Park begann mit privatem Geld

1922 gründete sich der Abruzzen-Park als private Initiative, zum Gesetz wurde er 1923 mit dem Regio Decreto-Legge Nr. 257. Den heutigen Namen, Abruzzen, Latium und Molise, trägt er erst seit 2001.

Er umfasst rund 50.500 ha in den Provinzen L'Aquila, Frosinone und Isernia, mit 77.500 ha Randgebiet und 24 Gemeinden: 12 in den Abruzzen, 7 im Latium, 5 in Molise. Die Verwaltung sitzt in Pescasseroli, Viale Santa Lucia 2, und 32 Parkwächter betreuen das ganze Gebiet.

Der Wald ist der Kern. 30.000 ha sind Wald, 4.400 ha streng geschützte Reservate, und der Park führt seine ältesten Bäume mit Alter: eine Schwarzkiefer bei Villetta Barrea, auf 535 Jahre geschätzt, und eine Buche im Val Cervara mit 560.

Eis auf der einen Seite, Wald auf der anderen

4.061 m misst der höchste Punkt des Gran Paradiso, 2.249 m der Monte Petroso im Abruzzen-Park. Dieser Abstand entscheidet alles, was du zu Fuß erlebst.

Im Gran Paradiso zählt man die Landschaft in Eis und Wasser: 59 Gletscher und 183 Seen. Im Abruzzen-Park stehen die drei höchsten Gipfel, Petroso, Marsicano mit 2.245 m und Meta mit 2.242 m, über einem Meer aus Buchen, und der Lago di Barrea ist ein eingetragenes Ramsar-Feuchtgebiet.

Die Artenzahlen folgen der Höhe. Der Gran Paradiso verzeichnet 168 Wirbeltierarten und 1.124 Pflanzenarten. Für den Abruzzen-Park kennen wir Bären, Bäume und Schutzzonen, aber keine Artenzahl.

Ein Stück Abruzzen-Wald ist Welterbe

13 italienische Teilflächen gehören zum UNESCO-Welterbe der alten Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas, eingetragen 2007, und eine davon heißt Valle Cervara. Das ist das Tal, in dem der Park seine 560 Jahre alte Buche führt.

Die 13 Flächen reichen über 7 Regionen, von Toskana und Emilia-Romagna über Latium und die Abruzzen bis nach Apulien, in die Basilikata und nach Kalabrien. Aostatal und Piemont sind nicht darunter, der Gran Paradiso steht also mit keiner Fläche auf dieser Liste. Für die Wahl zwischen beiden Parks ist das ein kleines Detail, für die Frage, was du im Abruzzen-Wald eigentlich siehst, ein großes.

Ein Park ist um den Bären gebaut

Rund 50 Marsische Braunbären schätzt die Verwaltung des Abruzzen-Parks, mit einer Spanne von 45 bis 69, fast alle innerhalb der Parkgrenzen. Es ist die größte Bärenpopulation Italiens, und die Unterart Ursus arctos marsicanus lebt im zentralen Apennin.

Das Tier des Gran Paradiso ist der Steinbock, der Grund, weshalb es das königliche Revier überhaupt gab. Beide Parks wurden gegründet, um verschiedene Tiere zu schützen, und beide richten ihr Selbstbild bis heute an diesem einen Tier aus.

Warum die Bären in den Abruzzen heimisch sind und die im Trentino aus Slowenien kamen, steht unter Marsischer Bär oder Trentiner Bär.

Was die Parks dir nicht sagen

Keiner der beiden Parks veröffentlicht in unseren Quellen eine Besucherzahl, also können wir dir nicht sagen, welcher voller ist. Das Wegenetz des Abruzzen-Parks ist nirgends in Kilometern angegeben, das wir prüfen konnten, und für die Bärenschätzung nennt die Verwaltung kein Jahr.

2026 läuft ein genetisches Monitoring, das eine neue Bärenzählung liefern soll. Bis dahin gilt die Zahl, mit der der Park selbst arbeitet. Auch die Anreise mit dem Auto, für viele Leser die erste Frage, deckt unser Verzeichnis für keinen der beiden Parks ab: Strecke, Maut und Parkplätze fehlen.

Nimm welchen

Den Gran Paradiso nimmst du, wenn du auf 553 km alter Königswege im Hochgebirge gehen, Gletscher im Blick haben und Steinböcke sehen willst. Anfangen kannst du beim Nationalpark Gran Paradiso.

Den Abruzzen-Park nimmst du für Waldwanderungen in niedrigerer Höhe und für den Park, in dem fast alle Marsischen Bären Italiens leben. Siehe Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise und Wandern in den Abruzzen. Das gemeinsame Gründungsjahr erzählt 1922, die ersten beiden Parks.

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FAQ

Welcher ist der älteste Nationalpark Italiens?

Der Gran Paradiso, den seine Verwaltung den ersten Nationalpark Italiens nennt, 1922 auf dem früheren Jagdrevier der Savoyer gegründet. Der Abruzzen-Park begann im selben Jahr als private Initiative, per Gesetz eingerichtet wurde er erst 1923 mit dem Regio Decreto-Legge Nr. 257.

Wie viele Bären leben im Nationalpark Abruzzen?

Rund 50 Marsische Braunbären, mit einer Spanne von 45 bis 69, nach Angaben der Parkverwaltung. Es ist die größte Bärenpopulation Italiens, und sie lebt fast ganz innerhalb des Parks. Auf welches Jahr sich die Schätzung bezieht, sagt die Verwaltung nicht.

Wie hoch ist der Gran Paradiso?

4.061 m, und der Gipfel liegt vollständig auf italienischem Gebiet. Der Park rundherum zählt 59 Gletscher und 183 Seen, deshalb wanderst du dort im Hochgebirge und nicht im Wald.

Steht einer der beiden Parks auf der UNESCO-Welterbeliste?

Ein Stück des Abruzzen-Parks. Valle Cervara, wo der Park seine älteste Buche auf 560 Jahre schätzt, ist eine der 13 italienischen Teilflächen der alten Buchenwälder Europas. Aostatal und Piemont, die Regionen des Gran Paradiso, gehören nicht zu den 7 Regionen dieses Welterbes.

Wie groß ist der Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise?

Rund 50.500 ha, dazu 77.500 ha Randgebiet. Er umfasst 24 Gemeinden in drei Regionen, 12 in den Abruzzen, 7 im Latium und 5 in Molise, und seine Verwaltung sitzt in Pescasseroli, Viale Santa Lucia 2.

Bereich und Themen

Quellen (9)

  1. 171.044 · 13 · 8.160Ente Parco Nazionale Gran Paradiso · neu zu pruefen bis 2029-12-31
  2. 24.061 · 59 · 183Ente Parco Nazionale Gran Paradiso · neu zu pruefen bis 2029-12-31
  3. 350.500 · 77.500 · 4.400Ente Parco Nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise · neu zu pruefen bis 2029-12-31
  4. 450Ente Parco Nazionale d'Abruzzo, Lazio e Molise · neu zu pruefen bis 2027-12-31
  5. 524Ministero dell'Ambiente e della Sicurezza Energetica (MASE) · neu zu pruefen bis 2027-12-31
  6. 6Ministero dell'Ambiente e della Sicurezza Energetica (MASE); doc 2 · neu zu pruefen bis 2027-12-31
  7. 727Ministero dell'Ambiente e della Sicurezza Energetica (MASE) · neu zu pruefen bis 2027-12-31
  8. 846,5 % · 1.476.682 · 3.175.554ISPRA - Annuario dei dati ambientali · neu zu pruefen bis 2027-06-30
  9. 913Ministero della Cultura - Ufficio UNESCO; Commissione Nazionale Italiana per l'UNESCO; UNESCO World Heritage Centre · neu zu pruefen bis 2027-08-31